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Sicherheit•5 Min. Lesezeit

Du möchtest Dein Meta Passwort teilen? Lass es lieber!

Veröffentlicht: 27. Januar 2026
Aktualisiert: 27. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
PasswortsicherheitMetaDatenschutzSicherheit
Du möchtest Dein Meta Passwort teilen? Lass es lieber!

Darum solltest Du Dein Passwort für Meta nicht mit anderen teilen! Sicherheit und Datenschutz im digitalen Alltag

Dein Meta-Passwort zu teilen mag praktisch erscheinen, ist aber eine der riskantesten Entscheidungen für deine digitale Sicherheit. Ob mit Freunden, Familie oder Kollegen – sobald du deine Anmeldedaten weitergibst, verlierst du die Kontrolle darüber, wer Zugriff auf dein Konto hat und was damit geschieht.


Das Teilen von Passwörtern macht dich anfällig für Hacking, Phishing-Angriffe und Datenmissbrauch, da deine Anmeldedaten an mehreren Orten gleichzeitig offengelegt werden. Auch wenn du Menschen vertraust, können ihre Geräte kompromittiert oder Nachrichten mit deinen Zugangsdaten abgefangen werden. Bei Meta-Diensten wie Facebook, Instagram und WhatsApp ist das Risiko besonders hoch, da diese Konten oft mit sensiblen persönlichen Informationen, Kontakten und Zahlungsdaten verknüpft sind.


Es gibt sichere Alternativen und praktische Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um deine Konten zu schützen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Von der richtigen Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bis zu modernen Passwort-Managern – dieser Artikel zeigt dir, wie du deine digitale Sicherheit bei Meta-Diensten effektiv verbesserst.


Warum Passwörter für Meta niemals geteilt werden sollten

Das Teilen von Meta-Passwörtern setzt Dich erheblichen Sicherheitsrisiken aus und gefährdet nicht nur Dein Konto, sondern auch alle damit verbundenen persönlichen Daten. Die Konsequenzen reichen von direktem Kontoverlust bis zu weitreichenden Datenschutzverletzungen über mehrere Plattformen hinweg.


Kontoverlust und Identitätsdiebstahl

Wenn Du Dein Meta-Passwort mit anderen teilst, verlierst Du die vollständige Kontrolle über Dein Konto. Jede Person mit Zugriff kann Deine Anmeldedaten ändern und Dich dauerhaft aussperren.


Unbefugte Personen können in Deinem Namen handeln, Nachrichten verschicken oder Beiträge veröffentlichen. Diese Aktionen lassen sich nicht eindeutig Dir zuordnen, was bei Missbrauch zu rechtlichen Problemen führen kann. Meta kann nicht unterscheiden, wer tatsächlich hinter einer Aktion steht, wenn mehrere Personen dasselbe Passwort nutzen.


Der Zugriff Dritter ermöglicht Identitätsdiebstahl in größerem Umfang. Deine persönlichen Informationen, Fotos und Kontakte werden zugänglich. Ein Angreifer kann diese Daten nutzen, um Deine Identität zu stehlen oder andere Personen in Deinem Namen zu betrügen.

Meta hat bereits wegen unzureichender Passwortsicherheit eine Strafe von 91 Millionen Euro erhalten, nachdem Millionen Passwörter im Klartext gespeichert wurden. Dies zeigt, wie ernst Datenschutzverstöße genommen werden.


Folgen für Deine Privatsphäre

Geteilte Meta-Passwörter gewähren vollständigen Zugang zu allen privaten Nachrichten, Fotos und persönlichen Informationen in Deinem Profil. Andere Personen können Deine gesamte Kommunikationshistorie einsehen, einschließlich vertraulicher Gespräche mit Freunden und Familie.


Deine Datenschutzeinstellungen verlieren ihre Wirksamkeit, wenn mehrere Personen Zugriff haben. Was Du privat halten möchtest, kann von anderen kopiert, weitergeleitet oder missbraucht werden. Selbst bei vertrauenswürdigen Personen besteht das Risiko, dass deren Geräte kompromittiert werden und Hacker über diese Hintertür auf Dein Konto zugreifen.


Meta sammelt umfangreiche Daten über Dein Nutzungsverhalten. Wenn andere Personen Dein Konto verwenden, werden deren Aktivitäten mit Deinem Profil verknüpft. Dies verfälscht nicht nur Dein digitales Profil, sondern kann auch zu unerwünschter Werbung und falschen Algorithmus-Empfehlungen führen.


Die Zero-Knowledge-Architektur sicherer Passwort-Manager verhindert, dass selbst der Anbieter auf Deine Daten zugreifen kann – ein Schutzniveau, das beim manuellen Teilen nicht existiert.


Auswirkungen auf verknüpfte Dienste

Dein Meta-Konto ist häufig mit Facebook, WhatsApp und Instagram verbunden. Ein kompromittiertes Passwort gefährdet alle diese Dienste gleichzeitig. Wer Zugriff auf Dein Meta-Konto erhält, kann potenziell auch Deine WhatsApp-Chats einsehen oder Deine Instagram-Profile verwalten.


Viele externe Dienste nutzen die "Mit Facebook anmelden"-Funktion. Durch ein geteiltes Passwort erhalten Dritte automatisch Zugang zu allen Apps und Websites, die Du mit Deinem Meta-Konto verknüpft hast. Dies können Shopping-Plattformen, Spiele, Dating-Apps oder Nachrichtendienste sein.


Zahlungsinformationen, die in Deinem Meta-Konto hinterlegt sind, werden ebenfalls zugänglich. Unbefugte können In-App-Käufe tätigen oder auf gespeicherte Kreditkartendaten zugreifen. Die Verfolgung solcher Transaktionen wird extrem schwierig, wenn mehrere Personen dasselbe Konto nutzen.


Wenn Du das Passwort später änderst, verlieren alle Personen den Zugriff – es sei denn, Du teilst das neue Passwort erneut. Dieser Kreislauf erhöht das Risiko, dass Passwörter über unsichere Kanäle wie E-Mail oder SMS weitergegeben werden.


Gefahren des Passwort-Teilens: Phishing, Hacking und Datenmissbrauch

Wer sein Meta-Passwort mit anderen teilt, setzt sich erheblichen Sicherheitsrisiken aus. Cyberkriminelle nutzen verschiedene Methoden wie Phishing, Hacking und Social Engineering, um Zugang zu fremden Konten zu erlangen und persönliche Daten zu missbrauchen.


Phishing-Angriffe und Social Engineering

Phishing-Angriffe zielen darauf ab, vertrauliche Zugangsdaten durch Täuschung zu erlangen. Betrüger versenden gefälschte E-Mails oder Nachrichten, die scheinbar von Meta oder Facebook stammen und Sie zur Eingabe Ihrer Anmeldedaten auffordern.


Durch künstliche Intelligenz werden diese Angriffe immer professioneller und schwerer zu erkennen. Die gefälschten Seiten sehen den echten Meta-Anmeldeseiten täuschend ähnlich.


Social Engineering nutzt psychologische Manipulation, um Nutzer zur Preisgabe sensibler Informationen zu bewegen. Angreifer geben sich als vertrauenswürdige Kontakte aus oder erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit.

Wenn Sie Ihr Passwort bereits mit anderen geteilt haben, erhöht sich das Risiko exponentiell. Jede Person, die Zugriff hat, kann unwissentlich auf Phishing-Versuche hereinfallen.


Risiko von Hacking durch unsichere Passwörter

Geteilte Passwörter werden häufiger über unsichere Kanäle weitergegeben, was Hackern den Zugriff erleichtert. Messenger-Apps, E-Mails oder Notizzettel bieten keinen ausreichenden Schutz für sensible Zugangsdaten.


Cyberkriminelle setzen auf automatisierte Tools, die gestohlene oder geleakte Passwörter systematisch testen. Sobald mehrere Personen ein Passwort kennen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es in falsche Hände gerät.


Schwache oder mehrfach verwendete Passwörter sind besonders anfällig für Brute-Force-Angriffe. Hacker können mit entsprechender Software Millionen von Kombinationen pro Sekunde durchprobieren.


Meta-Konten enthalten oft Zahlungsinformationen, persönliche Nachrichten und Zugang zu verbundenen Diensten. Ein erfolgreicher Hack kann weitreichende Folgen für Ihre digitale Identität haben.


Zugriff durch Unbefugte und Missbrauch

Personen, mit denen Sie Ihr Passwort teilen, können Ihr Konto ohne Ihr Wissen nutzen. Sie können Nachrichten versenden, Beiträge veröffentlichen oder Ihre Privatsphäre-Einstellungen ändern.


Gestohlene Zugangsdaten werden im Darknet verkauft und für verschiedene kriminelle Zwecke genutzt. Ihre persönlichen Daten sind für Kriminelle bares Geld wert.


Typische Missbrauchsformen umfassen:

  • Identitätsdiebstahl für Einkäufe und Vertragsabschlüsse
  • Verbreitung von Spam oder Schadsoftware über Ihr Profil
  • Erpressung durch Zugriff auf private Nachrichten
  • Nutzung Ihrer Kontakte für weitere Betrugsversuche


Unbefugte können auch Ihre Werbekonten missbrauchen und Kosten in Ihrem Namen verursachen.


Typische Betrugsmaschen rund um Meta-Konten

Betrüger versenden gefälschte Sicherheitswarnungen, die behaupten, Ihr Facebook-Konto sei kompromittiert worden. Sie fordern Sie auf, über einen Link Ihr Passwort zu ändern, der jedoch zu einer Phishing-Seite führt.


Eine verbreitete Masche sind gefälschte Gewinnspiele oder Stellenangebote über Meta-Plattformen. Kriminelle verlangen zur vermeintlichen Verifizierung Ihre Anmeldedaten.


Häufige Betrugsszenarien:

  • Falsche Support-Anfragen von angeblichen Meta-Mitarbeitern
  • Nachrichten von gehackten Freunden mit Links zu Phishing-Seiten
  • Gefälschte Werbeanzeigen, die zu betrügerischen Login-Seiten führen
  • SMS-Nachrichten mit Codes, die zur Kontoübernahme genutzt werden


Betrüger nutzen auch kompromittierte Konten, um Freunde und Familie um Geld zu bitten. Die Opfer vertrauen der bekannten Identität und werden so leichter getäuscht.


Sicherer Umgang mit Bestätigungscodes und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bestätigungscodes sind sensible Sicherheitsinformationen, die niemals weitergegeben werden dürfen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet einen zusätzlichen Schutz für Dein Meta-Konto, der über ein einfaches Passwort hinausgeht.


Bestätigungscodes niemals weitergeben

Ein Bestätigungscode ist ein Einmalkennwort, das speziell für Deine Anmeldung generiert wird. Meta sendet Dir diesen Code per SMS oder über eine Authentifizierungs-App, um zu bestätigen, dass Du tatsächlich auf Dein Konto zugreifen möchtest.


Wichtige Regeln für Bestätigungscodes:

  • Niemals an andere Personen weitergeben, auch nicht an vermeintliche Meta-Mitarbeiter
  • Codes nur in der offiziellen Meta-App oder Website eingeben
  • Codes verfallen nach kurzer Zeit automatisch
  • Bei unaufgefordertem Erhalt sofort misstrauisch sein


Phishing-Angreifer versuchen häufig, durch gefälschte Nachrichten oder Anrufe an Deinen Bestätigungscode zu gelangen. Sie geben sich als Meta-Support aus und behaupten, den Code zur "Verifizierung" zu benötigen. Dies ist immer ein Betrugsversuch. Meta fragt niemals aktiv nach Bestätigungscodes.


Bedeutung der Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung kombiniert zwei verschiedene Sicherheitselemente: Dein Passwort (Wissen) und einen Bestätigungscode (Besitz). Selbst wenn jemand Dein Passwort kennt, kann er ohne den zweiten Faktor nicht auf Dein Konto zugreifen.


Verfügbare Methoden für Meta:

  • Authentifizierungs-Apps wie Google Authenticator oder Authy (am sichersten)
  • SMS-Codes an Deine registrierte Telefonnummer
  • Sicherheitsschlüssel als hardwarebasierte Lösung


Authentifizierungs-Apps bieten mehr Sicherheit als SMS, da sie nicht durch SIM-Karten-Tausch oder Abfangen von Nachrichten kompromittiert werden können. Die App generiert zeitbasierte Codes direkt auf Deinem Gerät. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung in Deinen Meta-Kontoeinstellungen unter dem Bereich "Sicherheit und Login".


Sichere Verwaltung von Zugangsdaten

Bewahre Deine Zugangsdaten getrennt von Deinen Geräten auf. Ein Passwort-Manager hilft Dir, starke und einzigartige Passwörter für jeden Dienst zu erstellen und sicher zu speichern.


Praktische Sicherheitsmaßnahmen:

  • Backup-Codes herunterladen und an einem sicheren Ort aufbewahren
  • Mehrere zweite Faktoren hinterlegen (zusätzliche Telefonnummer oder Authentifizierungs-App)
  • Regelmäßig autorisierte Geräte in den Kontoeinstellungen überprüfen
  • Bei Geräteverlust sofort Codes und Zugriffe aktualisieren


Notiere Dir die Backup-Codes, die Meta bei der Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bereitstellt. Diese Codes ermöglichen Dir den Zugang zu Deinem Konto, wenn Du keinen Zugriff auf Dein Smartphone hast. Speichere sie ausgedruckt oder in einem verschlüsselten Passwort-Manager. Verwende niemals dasselbe Gerät für die Anmeldung und den Empfang von Bestätigungscodes, da dies die Sicherheit erheblich verringert.


Datenschutz bei Meta, Facebook und WhatsApp: Was geteilt wird

Meta sammelt und verknüpft Daten über alle seine Plattformen hinweg, wobei die Art der geteilten Informationen von der Verbindung zwischen den Diensten abhängt. Die Verschlüsselung und Metadaten spielen dabei unterschiedliche Rollen beim Schutz deiner Privatsphäre.


Verbundene Konten und gemeinsame Daten

Wenn du Facebook, Instagram und WhatsApp mit demselben Meta-Konto nutzt, werden deine Aktivitäten plattformübergreifend verknüpft. Meta verarbeitet dabei folgende Informationen:

  • Interaktionen mit Beiträgen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte)
  • Metadaten deiner Posts und Nachrichten
  • Geräteinformationen und App-Nutzungsdaten
  • Standortdaten und Verbindungen zu anderen Nutzern
  • Informationen von Drittwebseiten mit Facebook-Login


Diese Datenverknüpfung ermöglicht Meta, detaillierte Profile zu erstellen. Seit Mai 2025 werden öffentliche Posts auf Instagram und Facebook auch für das Training von KI-Modellen verwendet. Die neuen Datenschutzrichtlinien vom 16. Juni 2025 erlauben Meta die Nutzung deiner Daten unter dem Vorwand des "berechtigten Interesses", ohne dass du dem aktiv zustimmen musst.

Besonders kritisch: Informationen über Gesundheit, politische Meinungen oder sexuelle Orientierung können Teil anonymisierter Datensätze werden, die Meta für verschiedene Zwecke nutzt.


Gefahren durch Metadaten und Standortfreigaben

Metadaten verraten mehr über dich, als dir bewusst sein mag. Bei WhatsApp werden trotz Verschlüsselung folgende Informationen erfasst:

  • Zeitpunkt und Häufigkeit deiner Nachrichten
  • Deine Kontaktliste und Kommunikationspartner
  • Geräteinformationen und IP-Adressen
  • Standortdaten bei aktivierter Freigabe


Diese Metadaten ermöglichen es Meta, Muster in deinem Verhalten zu erkennen. Wer mit wem kommuniziert, wie oft und zu welchen Zeiten, kann Rückschlüsse auf Beziehungen, Arbeitszeiten und persönliche Gewohnheiten zulassen.

Standortfreigaben sind besonders problematisch. Wenn du deinen Standort in Facebook oder Instagram teilst, wird diese Information nicht nur für Beiträge verwendet, sondern auch für Werbeprofile und Bewegungsmuster. Diese Daten können mit Informationen von Drittanbietern kombiniert werden, um noch präzisere Profile zu erstellen.


Verschlüsselung und Schutz persönlicher Informationen

WhatsApp bietet für persönliche Nachrichten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet, dass nur du und dein Gesprächspartner die Inhalte lesen können. Meta selbst hat keinen Zugriff auf den Nachrichtentext.

Jedoch sind folgende Informationen nicht verschlüsselt:

  • Metadaten (Zeitstempel, Absender, Empfänger)
  • Profilbilder und Statusmeldungen
  • Gruppenmitgliedschaften
  • Verbindungsdaten zu Meta-Servern


Facebook und Instagram bieten für normale Beiträge keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Meta kann alle deine Posts, Kommentare und Likes einsehen und verarbeiten. Der Messenger bietet optional verschlüsselte Unterhaltungen, diese müssen aber manuell aktiviert werden.

Wichtig: Wenn du dein Passwort mit anderen teilst, gibst du diesen Personen Zugriff auf alle unverschlüsselten Informationen. Sie können deine privaten Nachrichten lesen, deine Kontakte einsehen und im schlimmsten Fall sensible Daten missbrauchen. Die Verschlüsselung schützt dich nur vor externen Angreifern, nicht vor Personen, die Zugang zu deinem Konto haben.


Richtiger Schutz von Passwörtern auf mobilen Geräten

Mobile Geräte speichern häufig Passwörter automatisch und gewähren Apps Zugriff auf sensible Daten. Die richtige Verwaltung von App-Berechtigungen und das Verständnis der Sicherheitsmechanismen deines Betriebssystems sind entscheidend für den Schutz deiner Meta- und Facebook-Zugangsdaten.


Berechtigungen für Apps: Was ist wirklich notwendig?

Apps fordern beim ersten Start verschiedene Berechtigungen an, von denen viele für ihre Grundfunktion nicht erforderlich sind. Für Facebook und andere Meta-Apps solltest du genau prüfen, welche Zugriffe wirklich notwendig sind.

Berechtigungen wie Kamerazugriff sind nur beim Erstellen von Beiträgen relevant, nicht jedoch dauerhaft im Hintergrund. Du kannst in den Einstellungen deines Geräts festlegen, dass bestimmte Berechtigungen nur während der App-Nutzung gewährt werden.

Besonders kritisch sind Berechtigungen für den Zugriff auf Kontakte, Nachrichten oder die Zwischenablage. Diese können potentiell Passwörter auslesen, wenn du sie kopierst. Überprüfe regelmäßig in den Systemeinstellungen, welche Apps welche Berechtigungen haben, und entziehe unnötige Zugriffe.


Unterschiede zwischen Android und iOS bei der Kontosicherheit

Android und iOS handhaben die Passwortverwaltung grundsätzlich unterschiedlich. iOS bietet mit dem iCloud-Schlüsselbund eine integrierte, verschlüsselte Lösung zur Passwortspeicherung. Android nutzt den Google Password Manager, der ebenfalls verschlüsselt arbeitet.

Bei iOS werden Passwörter systemweit über Face ID oder Touch ID geschützt und automatisch synchronisiert. Android bietet mehr Flexibilität bei der Wahl externer Passwort-Manager und ermöglicht detailliertere Berechtigungseinstellungen für einzelne Apps.

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Update-Politik: iOS-Geräte erhalten längerfristig Sicherheitsupdates, während dies bei Android-Geräten vom Hersteller abhängt. Beide Systeme bieten jedoch Zwei-Faktor-Authentifizierung für Meta-Konten, die du unbedingt aktivieren solltest.


Passkey-Funktionen und wie sie dein Konto schützen

Passkeys sind eine moderne Alternative zu herkömmlichen Passwörtern und funktionieren über biometrische Authentifizierung oder Geräte-PINs. Meta unterstützt mittlerweile Passkeys für Facebook-Konten auf kompatiblen Geräten.

Der Vorteil: Passkeys können nicht gestohlen, erraten oder per Phishing abgefangen werden. Sie verwenden kryptografische Schlüsselpaare, wobei der private Schlüssel niemals dein Gerät verlässt. Die Einrichtung erfolgt direkt in den Sicherheitseinstellungen deines Meta-Kontos.

Sowohl Android (ab Version 9) als auch iOS (ab Version 16) unterstützen Passkeys nativ. Nach der Aktivierung meldest du dich mit deinem Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN an, ohne ein Passwort eingeben zu müssen. Diese Methode eliminiert das Risiko, dass jemand dein Passwort durch Weitergabe missbraucht.


Empfehlungen für mehr Sicherheit: Passwörter, Passkeys und Passwort-Manager

Sichere Zugangsdaten für Meta und Facebook erfordern durchdachte Strategien und moderne Werkzeuge. Starke Passwörter, Passwort-Manager mit Verschlüsselung und neue Technologien wie Passkeys bieten unterschiedliche Sicherheitsebenen für Ihre Accounts.


Starke und einzigartige Passwörter erstellen

Ein starkes Passwort für Meta sollte mindestens 12 Zeichen umfassen und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen kombinieren. Vermeiden Sie offensichtliche Kombinationen wie "123456" oder "Passwort", die zu den am häufigsten verwendeten und leicht zu knackenden Passwörtern gehören.

Verwenden Sie für jeden Account ein individuelles Passwort. Wenn Ihr Facebook-Passwort auch für andere Dienste gilt und kompromittiert wird, können Angreifer auf alle verbundenen Konten zugreifen. Das BSI empfiehlt, Merksätze zu nutzen, allerdings keine bekannten Literaturzitate oder Liedzeilen, da diese von Angreifern leichter erraten werden können.

Erstellen Sie stattdessen persönliche Merksätze aus selbst formulierten Sätzen. Die Anfangsbuchstaben, ergänzt durch Zahlen und Sonderzeichen, bilden ein sicheres Passwort. Beispiel: "Mein erster Urlaub war 2010 in Spanien!" wird zu "MeUw2010iS!".


Die Vorteile von Passwort-Managern

Passwort-Manager verwahren Ihre Zugangsdaten mittels Verschlüsselung und schützen sie durch ein Masterpasswort. Sie müssen sich nur noch ein einziges Passwort merken, während alle anderen sicher gespeichert werden. Diese Programme generieren automatisch starke Passwortkombinationen und kennzeichnen bereits verwendete oder schwache Begriffe.


Passwort-Manager warnen Sie vor gefährdeten Websites und möglichen Phishing-Attacken, besonders wenn sich die URL der aufgerufenen Webseite von der gespeicherten unterscheidet. Dies bietet zusätzlichen Schutz beim Login bei Meta oder Facebook. Die Programme können Ihre Passwörter entweder lokal auf dem Gerät oder cloudbasiert speichern und über verschiedene Geräte synchronisieren.


Für hochsensible Accounts wie Meta sollten Sie zusätzlich einen zweiten Faktor einrichten. Ein Bestätigungscode wird dann an Ihr Smartphone gesendet, um den Vorgang eindeutig zu authentisieren. Browser-integrierte Passwort-Manager sind zwar praktisch, bieten jedoch weniger Sicherheit als eigenständige Programme, da Schadsoftware die Zugangsdaten relativ einfach extrahieren kann.


Passkey als sichere Alternative zu Passwörtern

Passkeys sind eine moderne Authentifizierungsmethode, die das BSI aktuell empfiehlt. Diese Technologie macht die Übertragung von Passwörtern an Webseiten überflüssig, was eine signifikante Verbesserung der Sicherheit darstellt. Passkeys funktionieren mit kryptografischen Schlüsselpaaren, die lokal auf Ihrem Gerät gespeichert werden.


Im Gegensatz zu herkömmlichen Passwörtern können Passkeys nicht durch Phishing-Angriffe gestohlen oder bei Datenlecks kompromittiert werden. Die Anmeldung erfolgt über biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, alternativ durch eine Geräte-PIN. Das BSI kritisiert allerdings das mangelnde Wissen der Gesellschaft über diese Technologie.


Meta und Facebook beginnen bereits, Passkeys zu implementieren. Die Einrichtung ist meist einfach: In den Sicherheitseinstellungen können Sie Passkeys für Ihr Gerät aktivieren. Beachten Sie, dass nicht alle Dienste diese Funktion bereits unterstützen, weshalb Passwort-Manager weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Frage 1 / 3

Warum solltest Du Dein Meta-Passwort nicht teilen?

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